Die Temperaturen steigen, die Blumen im Garten erblühen und die Sonne scheint kräftiger. Der Frühling gilt nicht umsonst als schönste Zeit des Jahres. Wenn Sie nicht gerade im Urlaub sind, genießen Sie die warmen Frühlingstage am besten Zu Hause auf der Terrasse. Besonders beliebt sind seit Jahren Holzterrassen. Diese können Sie mit etwas Geduld und handwerklichen Geschick auch selbst bauen. Wie Sie die Terrassendielen richtig verlegen und verfugen, wollen wir Ihnen im Folgenden zeigen.
Schritt 1: Das richtige Material wählen
Zunächst gilt es das richtige Material für Ihre Terrasse zu wählen.
Bangkirai –
ein edles Tropenholz mit
rötlich-brauner Farbe. Die Beliebtheit begründet sich durch die Witterungsbeständigkeit in Kombination mit
dem eleganten Aussehen. Nachteile sind ein höherer Preis im Vergleich zu heimischen Hölzern und schlechtere
ökologische Werte, da Bangkirai erst aus dem Regenwald importiert werden muss.
Die europäische Alternative ist sibirische Lärche oder Douglasie. Diese gehören zu den hellen Holzsorten. Beide sind relativ hart und beständig und sind damit prädestiniert für den Terrassenbau. Zusätzlich punkten Douglasie und sibirische Lärche mit einem günstigen Preis.
Wenn Sie
stattdessen ein dunkles Holz im Garten bevorzugen, aber
aus
Gründen der Nachhaltigkeit kein Tropenholz verwenden möchten, ist Thermoesche die richtige Wahl für Sie. Dank
Wärmebehandlung wird die Thermoesche ähnlich beständig wie Bangkirai und ist somit gut für den
Holzterrassenbau geeignet.
Besonders modern und innovativ sind WPC (Wood-Plastic-Composites). Diese bestehen zu 75 % aus Holzfasern und zu 25 % aus Polymeren. Optisch sind WPC kaum von Vollholz zu unterscheiden und besonders pflegeleicht.
Schritt 2: Das Fundament legen
Damit Ihre Terrasse stabil steht, benötigen Sie zunächst ein Fundament. Empfehlenswert ist z. B. ein Unterbau mit Betonblöcken. Diese verteilen Sie gleichmäßig auf die Konstruktion. Für jeden Querbalken benötigen Sie eine Reihe Betonblöcke. Das Bett füllen Sie am besten mit Kieselsteinen oder Sand auf. Mit einem Gefälle von 1-2 % in Richtung Garten erreichen Sie einen ausreichenden Wasserabfluss.
Schritt 3: Verlegen der Terrassendielen
Generell werden die Terrassendielen aus Gründen der Stabilität quer zur Unterkonstruktion verlegt. Achten Sie auf genügend Abstand (ca. 1cm), falls Sie die Dielen parallel zur Hauswand verlegen – Holz ist ein natürlicher Werkstoff und kann je nach Temperatur in Länge und Breite variieren.
Damit die Fugen Ihrer Holzterrasse einen gleichmäßigen Abstand haben, sollten Sie einen Abstandmesser verwenden. Je nach Dielenbreite empfiehlt sich eine Fugenbreite von 5 mm bis 8 mm. Für eine Dielenbreite zischen 50 mm – 100 mm sind 5 mm Abstand ausreichend. Darüber sollten Sie etwas großzügiger Abstand halten. Die Fugenbreite sollten Sie einhalten, damit die Luft besser zirkulieren und das Holz Ihrer Terrasse besser arbeiten kann.
Suchen Sie eine möglichst gerade Diele aus und legen diese rechtwinklig zur Unterkonstruktion Ihrer Holzterrasse. Als nächstes müssen die Dielen mit den Holzbalken verschraubt werden. Um hier sauber zu arbeiten, sollten Sie die Terrassendielen mit Zwingen an dem Holzbalken befestigen. Zur Unterstützung der Konstruktion bietet sich auch die Verwendung von Spanngurten an.